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Aus der Region

(archiviert am 02.05.2016)


Ladendetektiv ertappt Trickdieb auf frischer Tat

Ein Ladendetektiv hat am Montag einen 44-Jährigen beobachtet, als dieser einen älteren Mann in einem Supermart an der Davenstedter Straße bestohlen hat.
Der 44-Jährige hatte sein Opfer angesprochen, um sich Geld wechseln zu lassen. Als der ältere Mann nach Wechselgeld suchte, stahl der Täter vermutlich mehrere Scheine aus dem Portemonnaie. Der Dieb flüchtete anschließend in einem Taxi. Ein aufmerksamer Zeuge aber hatte sich die Nummer des Taxis gemerkt und die Polizei alarmiert.

Diese konnte das Fahrzeug in der Nähe stoppen und den mutmaßlichen Dieb - nach Angaben der Polizei ein 44-Jähriger aus Rumänien - festnehmen. Gegen ihn wird wegen Diebstahls ermittelt. Die Polizei sucht nun das Opfer, das von dem Verschwinden seines Geldes möglicherweise nichts bemerkt hat. Der Mann wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion West unter der Telefonnummer 0511 109-3920 zu melden.

(Quelle: Neue Presse vom 04.12.2012)


(archiviert am 23.08.2011)

zeit€lupe 14

Láminas - Noticias (2010) von Eduardo Flores Abad
für Violoncello mit/ohne Live-Elektronik

Reynard Rott, Violoncello
Amrei Flechsig im Gespräch mit dem Komponisten

Sonntag, 3. Oktober um 17 Uhr
Galerie LortzingART

Finissage der Ausstellung: LEICHT UND LICHT - Bilder und Zeichnungen von Annette Polzer, Berlin

Anfahrt: Lortzingstr.1 (Ecke Podbielskistr.) 30177 Hannover Stadtbahnlinien 7, 3, 9 Richtung Lahe, Haltestelle Lortzingstraße


Zur Zeit beherbergt das "Au Camembert" eine Ausstellung der Künstlerin Kerstin Kobeissi.
Internet: www.au-camembert.de/kukuli_neu.htm

Das traditionelle Lister Meile Fest wird dieses Jahr am 04.- 06. Juni 2010 durchgeführt.


(archiviert am 17.02.2010)

Investition von bis zu 50 Millionen: List wächst um 300 Wohnungen

Die List zählt zu den beliebtesten Wohngebieten Hannovers – jetzt wächst der Stadtteil noch einmal erheblich. Im rückwärtigen Teil des Pelikangeländes sollen in den nächsten Jahren bis zu 300 Wohnungen entstehen.

Damit wird die derzeitige Brachfläche entlang der Günther-Wagner-Allee das größte innenstadtnahe Neubaugebiet Hannovers. Das Unternehmen Gundlach, das die Flächen gekauft hat und entwickeln will, setzt dabei auf ein für Hannover weitgehend neues Konzept: architektonische Vielfalt im Neubaugebiet. 24 Büros aus dem In- und Ausland feilen gerade an den Plänen.

Allein im ersten der vier geplanten Bauabschnitte werden rund 30 Millionen Euro investiert, für das gesamte Gebiet dürften es nach Schätzung von Gundlach-Chefkaufmann Frank Eretge rund 50 Millionen Euro werden. Wie genau das Geld verbaut wird, ist bislang aber offen. Fest steht bis jetzt nur: Kleine Einfamilien- oder Reihenhäuser wird es nicht geben. „Dafür sind die Grundstücke zu wertvoll, außerdem wollen wir urbanes Wohnen anbieten“, sagt Gundlach-Mitgeschäftsführer Lorenz Hansen. Mehrgeschossig wird es also auf jeden Fall, im Parterre wohl meist mit Gewerbeeinrichtungen wie Bistros, Gastronomie, Bäcker oder Fitnessstudios, darüber Wohnungen – „in möglichst großer architektonischer Vielfalt“, wie Hansen betont. Vorbilder sind zum Beispiel neue holländische Wohnquartiere oder die Freiburger Ökosiedlung, wo keine Fassade der anderen gleicht.

Die Architekturbüros aus Österreich, Dänemark, Frankreich, Tschechien und dem Inland, darunter sechs aus Hannover, sollen in einem ersten Wettbewerbsschritt Planungsideen für das fast 20.000 Quadratmeter große Gebiet entwickeln. Etwa die Hälfte der Büros darf in einem zweiten Schritt weiterarbeiten, am Ende sollen vier Architekturbüros die konkrete Hausplanung übernehmen. Dabei darf durchaus auch Ungewöhnliches herauskommen. Der Bebauungsplan westlich der Günther-Wagner-Allee lässt bis zu 50 Meter Bauhöhe zu. „Wir haben den Planern ausdrücklich offen gelassen, wie sie mit dieser Freiheit umgehen“, sagt Hansen. Ziel ist, dort etwa 175 Wohnungen unterschiedlicher Größe zu errichten, von denen zwei Drittel vermietet werden, der Rest wird verkauft.

Im Abschnitt östlich der Allee, die das Pelikangelände mit den Neubauten der Versicherungsgruppe VHV verbindet und gerade fertiggestellt ist, ist das Baurecht komplizierter. Dort ist bisher Gewerbenutzung vorgesehen. Die Stadt muss den Bebauungsplan ändern, hat aber Kooperation zugesagt: Baudezernent Uwe Bodemann ist angetan von dem Vorhaben und lobt insbesondere den Ansatz, zahlreiche Architekten ins Boot zu holen.

Bis die ersten Wohnungen bezugsfertig sind, wird es wohl mindestens 2011 sein. Die Gundlach-Chefetage hat aber keine Zweifel, dass es genug Nachfrage geben wird. Schließlich sind die Gewerbeflächen im Pelikanviertel nahezu voll vermietet, auch der VHV-Neubau wird in Kürze bezogen. „In direkter Nachbarschaft sind mehrere Tausend Arbeitsplätze eingerichtet worden, da werden Wohnungen gefragt sein“, sagt Hansen.

Die derzeitige Wirtschaftskrise macht dem Unternehmen nach eigenen Angaben bei der Finanzierung nicht zu schaffen. Im Gegenteil: „Für ein konservativ rechnendes Unternehmen mit langer regionaler Geschichte ist solch eine Krise eher eine Chance“, sagt Eretge – die Zahl der solventen Mitbewerber schrumpft. Die von der Aareal-Bank gekauften Grundstücke konnte Gundlach selbst finanzieren, und die nötigen Kredite für die Investitionen übernehmen Sparkasse und Volksbank Hannover. „Die kennen uns seit Jahrzehnten“, sagt Eretge. „Die wissen, dass hinter Projekten eines regionalen Wohnungsunternehmens reale Werte und keine Luftnummern wie in Amerika stehen.“

von Conrad von Meding

Quelle: HAZ


Weil: Regierung muss Druck machen

Nach dem zunächst gescheiterten Versuch der Ablösung des Chefs des Automobilzulieferers Continental, Karl-Thomas Neumann, durch Großaktionär Schaeffler fordert Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) das Eingreifen der Landes- und der Bundesregierung.

Er sehe das Land und den Bund in der Pflicht, so Weil. Schaeffler unternehme seit gut einem Jahr „mit einem der wichtigsten Industrieunternehmen Deutschlands“ einen „Tanz auf der Rasierklinge“, kritisierte er.

Bei Conti werde nun „schon der dritte Topmanager von Schaefflers rausgemobbt“, betonte der Oberbürgermeister. „Da ist der Ministerpräsident Christian Wulff schon aufgefordert, klar mit allen Vertretern der Kapitalseite zu reden“, sagte Weil. Auch die Bundesregierung sieht er in der Verantwortung: Die Commerzbank, die Staatshilfen erhalten habe, sei einer der wichtigsten Finanziers für Schaeffler und Conti. Der Bank müsse klargemacht werden, „dass sie nicht nur für die eigene Rendite, sondern auch für das Allgemeinwohl zuständig sein muss.“

Weil forderte: „Der Bund muss deshalb so rasch wie möglich auf die Commerzbank und Schaeffler zugehen.“

Er betrachte das Vorgehen der Schaeffler-Gruppe, deren Vertreter im Conti-Aufsichtsrat in der vergangenen Woche versucht hatten, Conti-Chef Neumann zu entmachten, „auch als den Versuch, die Investorenvereinbarung zu hintergehen“. Er halte die „ganze Vorgehensweise des Mehrheitseigentümers Schaeffler für hochgefährlich“, sagte Weil.

ddp

Quelle: HAZ


Strahlenmüll vom Lister De-Haën-Platz kommt nach Sachsen

Nach langem Hin und Her wird die Stadt Hannover den bereits ausgebaggerten Strahlenmüll vom Lister De-Haën-Platz nun endlich los.

Nach Informationen der HAZ kommen knapp 50 Tonnen des belasteten Erdreiches auf eine Deponie nach Sachsen. Dabei handelt es sich um jenes Material, das die Stadt im Winter auf den öffentlichen Flächen rund um den Platz ausgehoben hatte.

Den Entsorger ausfindig gemacht hat die zuständige Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall (NGS). Der sächsische Entsorger soll auch all die Altasten aufnehmen, die im Zuge der Sanierung der Privatgrundstücke in den kommenden Monaten anfallen werden. Daher hat sich der Entsorger verpflichtet, insgesamt 900 Tonnen der Altlast aufzunehmen. Im Rathaus wollte man sich zu der Sache gestern nicht äußern.

Die monatelange Odyssee des Strahlenabfalls hat die Endablagerung offenbar erheblich verteuert. So soll die Verbringung nach Sachsen nunmehr mit rund 100 Euro pro Tonne zu Buche schlagen – und damit gut doppelt so teuer sein wie gewöhnlich. Der Preis wurde nach Einschätzung von Experten auch dadurch enorm in die Höhe getrieben, dass es an mehreren potenziellen Entsorgungsorten zu kommunalpolitischen Debatten um die Annahme des Strahlenmülls aus Hannover gekommen war.

Nach der Entdeckung der Altlastenproblematik in der List vor gut einem Jahr hatte die Stadt im Februar damit begonnen, verseuchtes Erdreich auszubaggern. Die fünf Behälter mit dem Sondermüll wurden zunächst auf den städtischen Werkhof in Bothfeld gebracht– was aber nicht den Regularien entsprach, wie sich später herausstellte. Daraufhin ließ das Umweltdezernat das Material Anfang März mit dem Verweis auf „rechtliche Gründe“ ins Zwischenlager für Sonderabfälle der Stadtentwässerung in Isernhagen-Süd bringen.

Schon vor Beginn der Arbeiten hatte es sich für die Stadt als schwierig erwiesen, einen Abnehmer für die Altlasten zu finden. Erst lehnten Deponien in Helmstedt und Leverkusen es in letzter Minute ab, den Müll aus Hannover anzunehmen. Später sagte der Entsorger Remondis für seine Deponie in Köln-Hürth zunächst zu, machte dann aber einen Rückzieher. Kritiker machten Hannovers Umweltdezernent Hans Mönninghoff für die Probleme verantwortlich. Er habe die Verbringung des Materials zu früh öffentlich gemacht. Nun aber ist dem Vernehmen nach alles in trockenen Tüchern. Alle zuständigen Behörden hätten zugestimmt, heißt es.

Von Felix Harbart

Quelle: HAZ

(archiviert am 04.09.2009)

De-Haën-Prüfung kostet 2000 Euro pro Fläche

Auf die Eigentümer der 44 mit Schadstoffen belasteten Grundstücke in der List kommen unter Umständen schon in den nächsten Monaten die ersten Kosten zu.

Innerhalb des kommenden halben Jahres will die Region auf jeder der Flächen eine sogenannte Sanierungsuntersuchung durchführen, die klären soll, auf welche Weise die Sanierung im Einzelfall erfolgen und was sie kosten soll. Die Kosten für diese Gutachten taxiert die Region auf rund 2000 Euro pro Fläche – und signalisiert schon jetzt, dass sie diese Zahlungen nicht übernehmen, sondern lediglich vorstrecken wird.

Man gehe davon aus, dass der erwartete Rechtsstreit mit dem Unternehmen Honeywell mit einer Zahlungsverpflichtung der Seelzer Firma enden werde, sagte Regionssprecherin Christina Kreutz gestern. Dann würde sich die Behörde die vorgestreckten Summen gewissermaßen wiederholen. Sollte dies aber anders kommen, werde man sich an die Eigentümer wenden.

Michael Braedt, Umweltexperte der Linken, bezweifelt, dass Honeywell für diese Kosten überhaupt zur Verantwortung gezogen werden kann. Seiner Ansicht nach hätte die Region dafür im Rahmen einer sogenannten Ersatzvornahme tätig werden müssen, was nicht der Fall ist. Kreutz hingegen geht davon aus, „dass wir rechtlich auf der sicheren Seite sind“. Die Region werde schließlich in der Sache von einer renommierten Anwaltskanzlei beraten. Auf der Bürgerversammlung am Dienstagabend war das Thema nur durch Nachfrage der Lister Bürgerinitiative überhaupt aufs Tapet gekommen. „Das war schon erstaunlich“, sagt deren Sprecherin Barbara Schlecht.

Unterdessen beschäftigt die Frage nach der Kostenübernahme für die anschließenden Sanierungen weiterhin Politik und Verwaltung. Zuletzt war bekannt geworden, dass die Stadt unter Umständen zu Beginn des 20. Jahrhunderts belastete Grundstücke weiterverkauft hat. Dadurch könne die Stadt aber nur dann den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen, wenn diese Verkäufe nach 1999 stattgefunden hätten, sagt jetzt Gerhard Meyer, Fachbereichsleiter Umwelt bei der Region. Auch das sieht der Linken-Abgeordnete Braedt anders: „Diese Einschränkung gilt nur, wenn die Stadt von den Verunreinigungen damals nichts gewusst hat.“ Das aber sei nicht der Fall gewesen.

Beitrag von Felix Harbart in der HAZ vom 11.03.2009

(archiviert am 07.04.2009)

Die Region Hannover hat am 16.7.2008, Mieter und Eigentümer von 25 Wohnhäusern im Bereich des früheren De-Haen-Standortes über die Befunde der radiologischen Messungen in Kellern und auf Privatgrundstücken informiert. „Wir haben für wesentliche Bereiche mittlerweile eine gute Datenbasis, um die Gefahrenlage dort, wo gemessen wurde, einschätzen zu können“, sagte Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover. „Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer guten Lösung für die Anwohner kommen.“

Die 25 Häuser, deren Bewohner und Eigentümer jetzt informiert wurden, waren in der vergangenen Woche vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) untersucht worden. Demnach wurden in sieben Kellern sowie auf zehn privaten Freiflächen auffällige radioaktive Werte festgestellt. Die Messungen in Kellern ergaben erhöhte Werte zwischen 250 und 1530 Becquerel pro Kubikmeter. Der Normalwert in Kellern liegt in Hannover unter 250 Becquerel pro Kubikmeter. Verursacht wird diese Belastung durch das radioaktive Gas Radon, das beim Zerfall von radioaktiven Feststoffen im Boden entsteht. Der Radongehalt in Räumen lässt sich einfach durch regelmäßiges Lüften reduzieren.

„In den Außenbereichen besteht nach der derzeitigen Einschätzung nicht die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung“, sagte Dr. Hans-Bernhard Behrends, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. Messungen in den Wohnungen, die über den betroffenen Kellern liegen, sind für diese und die nächste Woche geplant. Diese radioaktive Belastung werde aber durch die Kellerdecke normalerweise stark abgemildert, sagte Dr. Hauke Brüggemeyer, Strahlenschutzexperte des NLWKN. „Wir erwarten keine deutlich erhöhten Werte in den Wohnungen.“ In den Räumen der Kinderbetreuungseinrichtungen am De-Haen-Platz waren keine auffälligen Werte festgestellt worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen sind radioaktive Stoffe im Boden vor den Häusern Ursache für den erhöhten Radongehalt in einzelnen Kellern. „Nach der bisherigen Datenlage befinden sich direkt unter den Häusern so gut wie keine radioaktiven Feststoffe – anders als im öffentlich zugänglichen Straßen- und Fußwegbereich“, sagte Dr. Brüggemeyer. Der Grund: Die radioaktiven Stoffe – möglicherweise Thorium-Erze und Uran, die einst industriell verwendet wurden – liegen nach derzeitigen Erkenntnissen in einer Tiefe von 30 bis 50 Zentimetern im Boden. Die Keller der Häuser liegen unterhalb dieser Schicht.

Um eine dauerhafte Lösung für die Menschen zu finden, hat Umweltdezernent Prof. Dr. Priebs Gespräche mit der Stadt Hannover aufgenommen mit dem Ziel, den belasteten Boden im öffentlichen Raum auszutauschen. Dieselbe Empfehlung wird an Grundstückeigentümer gehen, in deren Vorgärten oder Innenhöfen eine Bodenbelastung festgestellt wurde.

Nach den Messungen auf öffentlichen Flächen werden seit vergangenem Donnerstag die privaten Flächen untersucht. Insgesamt rund 100 Gebäude sollen radiologisch überprüft werden. Priorität haben dabei Häuser nahe den belasteten Flächen im öffentlichen Verkehrsraum. „Die Untersuchungen werden vermutlich noch einige Wochen in Anspruch nehmen“, sagte Prof. Dr. Priebs. „Schließlich ist uns an einer sorgfältigen und vollständigen Erfassung gelegen.“

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hat in dieser Woche die Altlastenuntersuchungen am De-Haen-Platz an die HGN Hydrogeologie GmbH aus Braunschweig/Magdeburg abgegeben. Die Kosten für die Messungen trägt die Region Hannover. Wer die Kosten für eine mögliche Sanierung tragen muss, ist juristisch noch nicht abschließend geklärt. Die Region Hannover überprüft, ob ein Rechtsnachfolger des damaligen Verursachers zur Kostenübernahme herangezogen werden kann.

Die Altlastenuntersuchung in der List war notwenig geworden, nachdem am späteren Standort von Riedel-de-Haen in Seelze erhöhte radioaktive Werte festgestellt worden waren. Bis 1902 hatte diese Chemiefabrik ihren Sitz in Hannover. Dort wurde bis zum Umzug nach Seelze ebenfalls mit radioaktiven Materialien gearbeitet, wie sich nun herausgestellt hat. Die radioaktiven Stoffe treten im Bereich des De-Haen-Platzes punktuell auf. Der Richtwert für eine gesundheitliche Vorsorge wird nur erreicht, wenn sich ein Mensch mehr als 200 Stunden pro Jahr genau an der Stelle aufhält, an der die höchste Strahlung gemessen wurde. (Quelle: HAZ)


Lister Meile: Stadt will illegalen Obststand verplomben

Im Streit um den illegalen Obst- und Gemüsestand auf der Lister Meile zieht die Stadt die Reißleine. Nach einem Bericht in der HAZ hat die Stadt jetzt angekündigt, die Bude Ende dieser Woche zu schließen.

Der Betreiber, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, hatte den ursprünglich transparenten Marktstand an der Ecke Drostestraße zum Weihnachtsmarkt 2007 erweitert und rundherum mit Holz verkleidet – ohne Genehmigung der Stadt. Das dahinterliegende Geschäftshaus ist nun fast vollständig verdeckt, der Eigentümer beklagt massive Umsatzeinbußen, weil sein Mieter wegen der Sichtbehinderung gekündigt hat.

Die Kaufleutegemeinschaft Aktion Lister Meile wirft der Stadt vor, nicht entschlossen gegen den Missbrauch anzugehen. Die Stadtverwaltung versucht offenbar seit Längerem vergeblich, gegen die Bude vorzugehen. Unter anderem hat sie eine Ordnungsverfügung erlassen und den Sofortvollzug angeordnet. Als der Standbetreiber Widerspruch einlegte, erließ die Stadt ein Zwangsgeld.

Nachdem ein weiterer Widerspruch des Händlers abgewiesen wurde, reichte dieser beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Stadt ein. Seit Mitte August ist seine Klage anhängig, mangels schriftlicher Begründung ist aber noch kein Gerichtstermin festgelegt.

Bereits am 21. Mai hatte die Stadt ihrerseits Räumungsklage beim Amtsgericht eingereicht. Warum noch keine Verhandlung stattgefunden hat, konnte Amtsgerichtssprecher Michael Siebrecht bisher nicht klären. Die Stadt hat jetzt die „Nutzungsuntersagung zu Verkaufszwecken“ angeordnet. Bis Donnerstag muss der Stand wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut werden, sonst wird er verplombt.

„Ich wollte keinen Fehler machen“, sagt der Händler. 20 000 Euro habe er in die Befestigung der Anlage investiert, die nötig gewesen sei, weil er sein Gemüse nachts im Stand lagern müsse. „Das ist mein Lebenswerk“, sagt er, „das darf man mir nicht wegnehmen.“
(Quelle: HAZ)

(archiviert am 16.11.2008)

Mo 14.4.2008, 19 Uhr
„Der gläserne Bezirksrat - verwirklicht auf dem Weißekreuzplatz (Öffentliche Sitzung des Stadtbezirksrates Hannover- Mitte)“
In seiner regulären öffentlichen Sitzung im durchsichtigen KulturLabor widmet sich der Stadtbezirksrat Hannover-Mitte den Entwicklungen auf dem Weißekreuzplatz sowie dem gesamten Areal am Pavillon.

Ort:
Kultur- & Kommunikationszentrum Pavillon
Lister Meile 4, 30161 Hannover

Lister Meile Fest vom 30.-31.- Mai und 01.- Juni 2008
Geplant sind 3 Musik-Bühnen am Lister Platz, an der Seumestraße und am Weiße Kreuz Platz sowie eine Kinder- und Jugendbühne am Körtingbrunnen.
Auch im diesen Jahr möchte der Veranstalter, die Aktion Lister Meile e.V. neue Elemente der Veranstaltung hinzufügen. Daher werden verschiedene kulturelle Programmpunkte diese Veranstaltung begleiten.

(archiviert am 25.03.2008)

FRIEDHELM-KÄNDLER-ABEND

Beginn: 2008-01-16 um: 20:00 Uhr
Ort: Kanapee, Edenstr.
Ende: 2008-01-16 um: 22:00 Uhr

Der 51. FRIEDHELM-KÄNDLER-ABEND
www.friedhelmkaendler.de

(archiviert am 16.01.2008)

Sonntag, den 28.10.2007
20:00 Uhr
Konzert, Jazz 'The Big Chris Barber Band' in 30163 Hannover, Markuskirche.

(archiviert am 15.08.2007)

Das Lister Meile Fest findet statt vom 8.-10. Juni 2007. Veranstalter ist wie im Jahr zuvor die Aktion Lister Meile e.V.. Geplant sind 3 Musik-Bühnen am Lister Platz, an der Seumestraße und am Weiße Kreuz Platz, außerdem eine Kinder- und Jugendbühne am Körtingbrunnen. In diesem Jahr sollen neue Elemente der Veranstaltung hinzugefügt werden. Daher werden verschiedene kulturelle Programmpunkte diese Veranstaltung begleiten.


… aus Hannover (archiviert am 12.12.2012)

Öffentliche Videoüberwachung in Hannover untersagt

Die 10. Kammer des Gerichts untersagt die Beobachtung im öffentlichen Raum durch Videokameras der Polizei mit Ausnahme der Beobachtung des fließenden Verkehrs. In Hannover sind insgesamt über 70 Kameras zur Beobachtung installiert, die grundsätzlich auch geeignet sind, die Aufnahmen zu speichern.

Der Kläger hat sich insbesondere mit dem Bedenken gegen die Videoüberwachung gewandt, die Beobachtung erfolge nicht offen, wie es vom Gesetz gefordert sei. Die Polizeidirektion Hannover ist dem mit dem Vortrag entgegengetreten, sie verstecke die Kameras nicht. Sie habe die Allgemeinheit durch Pressearbeit über die Videoüberwachung aufgeklärt. Im Internet könne sich jedermann über die Standorte der Kameras informieren.

Dort sei auch erkennbar, welche Kamera jeweils gerade aktiviert sei. Dies reicht nach Auffassung der Kammer nicht aus, um die Vorgaben des Gesetzes zu erfüllen. Eine Videoüberwachung sei nach § 32 Abs. 3 des Nds. Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung nur als "offene" Beobachtung zulässig. Diese Offenheit werde durch die Information im Internet nicht gewährleistet.

Der Betroffene müsse vielmehr im öffentlichen Raum selbst erkennen können, ob der Bereich einer Beobachtung unterliege. Z. B. bei Kameras in großer Höhe an Hochhäusern sei eine Erkennbarkeit der Beobachtung nicht gegeben. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung könne nur derjenige wahrnehmen und sein Verhalten darauf ausrichten, der Kenntnis von der Überwachung habe.

Die Kammer hat die Berufung gegen das Urteil wegen grundsätzlicher Bedeutung der Sache zugelassen.

Verwaltungsgericht Hannover, Urteil 10 A 5452/10 vom 14.07.2011
Quelle: Verwaltungsgericht Hannover

http://www.juraforum.de/recht-gesetz/oeffentliche-videoueberwachung-in-hannover-untersagt-365845


(archiviert am 23.08.2011)

Kronzeuge der Anklage verstrickt sich in Lügen

Der Prozess gegen den Rechtsanwalt Anselm S. dauert bald 50 Verhandlungstage. Der Jurist kämpft dabei auch um seine berufliche Existenz. Er darf seit zwei Jahren nicht mehr als Strafverteidiger arbeiten. Und ein Kronzeuge verstrickt sich jetzt in Lügen.

Am 3. Januar 2008 gerät das Leben des Anselm S. aus den Fugen. Um kurz nach fünf Uhr macht sich der Rechtsanwalt an diesem Morgen auf den Weg zu einem Gerichtstermin nach Koblenz. Er wird dort nicht ankommen. Vor seiner Haustür wartet eine Staatsanwältin mit Beamten der Kriminalpolizei, um ihn festzunehmen. Der Fotograf einer Boulevardzeitung dokumentiert die Szene. Über dem Bild am nächsten Tag fragt eine Schlagzeile: „Promi-Anwalt verhaftet. Drogenhandel?“ Die Geschichte, die vor zwei Jahren begann, ist noch nicht zu Ende. Sie erzählt von Lügen im Zeugenstand, einer Anklagebehörde in Bedrängnis und einem Juristen, der bald 50 Verhandlungstage um seine berufliche Existenz kämpft.

Woher wusste der Fotograf von dem Termin der Festnahme? Sie war kurzfristig noch zwei Stunden vorverlegt worden. Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verletzung des Dienstgeheimnisses ein und befragt dabei auch den Kleinkriminellen Wolfgang W. Der arbeitet bisweilen als Kaufhausdetektiv und dient in seiner Freizeit dem Landeskriminalamt gern als Informant. Der vernehmende Beamte fertigt einen Vermerk, der das Ergebnis des Gesprächs zusammenfasst: „W. hatte bezüglich des Verfahrens gegen Rechtsanwalt S. zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu einem Medienvertreter gehabt.“ Nichts davon stimmt.

Jetzt, gut zwei Jahre später, gestand der Informant des Landeskriminalamtes, dass er den Kontakt zu der Zeitung von sich aus gesucht und die Information, angeblich gegen ein Honorar von 800 Euro, verkauft habe. Der Kleinkriminelle nennt auch sein Motiv: „Ich wollte S. demütigen.“ Danach ist es sehr still im Saal 001 des Landgerichtes.

Für die Staatsanwaltschaft ist diese Erklärung ein Waterloo. Wolfgang W. ist ihr Kronzeuge. Den größten Teil ihrer Anklage stützt sie auf den Mann, der jetzt – nicht zum ersten Mal – als Lügner dasteht. Der 55-Jährige ist ein teurer Mitarbeiter der Ermittler. Neben kleineren Zuwendungen erhielt Wolfgang W. 9900 Euro als Belohnung, weil er den Tipp zur Entdeckung von 15 Kilogramm Heroin gab, die ein Großdealer in seiner Garage bunkerte.

Der erste Prozess gegen Anselm S. begann im Juli 2008. Ihm wurde Beihilfe zum Rauschgifthandel vorgeworfen. Er soll einem Mandanten, der im Gefängnis saß, geholfen haben, jene 15 Kilogramm Heroin zu verkaufen. Die Anklage behauptet außerdem, er habe die beiden Söhne einer libanesischen Familie missbraucht. Einer der Jungen war dabei angeblich erst 13 Jahre alt. Kindesmissbrauch also. Außerdem soll der Anwalt Wolfgang W. angestiftet haben, zehn Gramm Kokain aus der Wohnung eines Mandanten verschwinden zu lassen. Schließlich wird dem Strafverteidiger auch noch vorgeworfen, zweimal Haschisch ins hannoversche Gefängnis geschmuggelt zu haben.

Eine schwerwiegende Anklage, die, wenn sie denn zu beweisen wäre, den Juristen für lange Zeit ins Gefängnis bringen würde. Die Staatsanwaltschaft sah angesichts der Schwere der möglichen Strafe Fluchtgefahr, darum wird er verhaftet. Außerdem wurde angeordnet, dass der Strafrechtler Anselm S. nicht mehr im Strafrecht arbeiten darf. Für ihn kommt das einem Berufsverbot gleich.

Der Prozess platzte nach dem 31. Verhandlungstag. Eine Richterin wurde krank, ein Richter stand vor seiner Pensionierung. Ein Ergänzungsrichter hatte an dem Verfahren nicht teilgenommen. Die Vorsitzende Richterin Monika Thiele versuchte in letzter Minute, einen Deal zustande zu bringen. Das Vorhaben scheiterte. Thiele deutet an, dass die Parteien sich in dem Gespräch „nahe“ gekommen seien. Später ist zu erfahren, dass die Staatsanwaltschaft wohl bei einem „qualifizierten Geständnis“ wie es unter Juristen heißt, eine Freiheitsstrafe zur Bewährung akzeptiert hätte. Für den Angeklagten unannehmbar. Er sagt, er wolle nicht zugeben, was er nicht getan habe. So geht das Verfahren weiter und weiter und weiter.

Geprägt war dieser erste Prozess von dem Auftritt des Kronzeugen Wolfgang W.. Er musste seine Aussagen mehrfach revidieren. Mit dem Versuch, dem Angeklagten den angeblich angestrebten Handel mit 15 Kilogramm Heroin nachzuweisen, erlitt die Staatsanwaltschaft Schiffbruch. Die abgehörten Gespräche zwischen dem Anwalt und dem Kronzeugen erwiesen sich als wertlos, weil sie nahezu unverständlich sind. Quälend lange musste sich das Gericht pfeifende und rauschende Tonbänder anhören, und als die Vorsitzende Richterin bei Wolfgang W. hartnäckig nachfragte, stellte sich heraus, dass der Angeklagte eigentlich nie einen konkreten Auftrag in Sachen Heroinhandel erteilt hatte.

Dabei hatte Wolfgang W. auf eigene Faust einen bekannten Drogendealer als Helfer engagiert. Das war selbst dem leitenden Ermittler des Landeskriminalamtes zu viel, der vor Gericht eingestand: „Das war nicht in Ordnung. Da gibt es nichts zu beschönigen.“ Im Dezember vergangenen Jahres begann der Prozess gegen Anselm S. wieder von vorn. Neben Andreas Hüttl, der ihn schon im ersten Durchgang verteidigte, hat sich Anselm S. jetzt auch Eckart Klawitter an seine Seite geholt, einen der renommiertesten Strafverteidiger in Hannover. Die Staatsanwaltschaft schob einen neuen Anklagepunkt nach. Sie wirft dem Anwalt jetzt auch die Verbreitung pornografischer Schriften vor. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung hatten die Beamten in einem Karton im Keller verstaubte Videofilme und CDs gefunden, und den Inhalt als pornografisch bewertet.

Der neue Anklagepunkt wird in einer Pressemitteilung vor Prozessbeginn noch einmal in die Öffentlichkeit getragen, damit steht auch die Homosexualität des Rechtsanwalts wieder am Pranger. Im Verfahren werden dann die Fundstücke der Ermittler in öffentlicher Verhandlung vorgeführt. Darunter Szenenfotos eines gut zwanzig Jahre alten Videofilms mit nackten jungen Männern. Für den Angeklagten ein Spießrutenlauf. Unter den Zuhörern wird danach die Frage diskutiert, ob die Staatsanwaltschaft den Angeklagten mit solchen öffentlichen Demütigungen weich klopfen will, damit er einer Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe vielleicht doch noch zustimmt.

Es geht in diesem Prozess nicht nur um Gesichtswahrung unter Juristen, es geht auch um viel Geld. Anselm S. hat 350 Tage im Gefängnis gesessen. Würde er freigesprochen, stünde ihm Haftentschädigung zu. 25 Euro am Tag. Der Staat kann durchaus knauserig sein, auch wenn er einem Menschen ein Jahr seines Lebens gestohlen hat.

Darüber hinaus geht es natürlich um die Gerichtskosten. Allein die Gutachterin, die beurteilen soll, ob Anselm S. schuldfähig ist, sitzt jeden Verhandlungstag im Saal und schreibt danach eine Rechnung von 85 Euro pro Stunde. Auch die Zeit der An- und Abreise wird berechnet. Die Frau kommt aus Berlin. Kurze Verhandlungstage kosten bei ihr knapp 1000 Euro, lange Verhandlungstage werden teurer. Rund 45 Arbeitstage im Fall Anselm S. hat die Gutachterin bisher berechnet. Und dann steht auch noch eine mögliche Entschädigung für Anselm S. im Raum. Den Vorwurf, einen Jugendlichen missbraucht zu haben, hat der Anwalt eingeräumt. Dafür wird er eine Strafe erhalten. Alle anderen Anklagepunkte sind zweifelhaft oder vom Tisch. Über die Beihilfe zum Rauschgifthandel, den schwersten Vorwurf, der auch als Haftgrund herhalten musste, wird schon lange nicht mehr geredet. Der Vorwurf des Kindesmissbrauchs ist widerlegt.

Der Jurist Anselm S. war in Hannover Miteigentümer einer gut laufenden Anwaltskanzlei. Der Verdienstausfall, den der 47-Jährige erlitten hat, dürfte mehrere Hunderttausend Euro betragen. Und das macht einen sogenannten Deal so kompliziert. Die Staatsanwaltschaft wird wohl kaum einem Urteil zustimmen, das die Landeskasse um einen sechsstelligen Betrag erleichtert.



Quelle: HAZ


Jugendliche richten Millionenschaden im Kröpcke-Center an

Vier junge Männer haben in der Nacht zu Sonntag im Kröpcke-Center in Hannover eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Durch zerstörte Sanitäranlagen entstand ein massiver Wasserschaden, der Gesamtschaden geht vermutlich in die Millionen.

Vier Heranwachsende haben am Wochenende in den leer stehenden Obergeschossen des Kröpcke-Centers randaliert. Sie traten unter anderem Toiletten und Waschbecken kaputt – und verursachten dabei einen Wasserschaden, der sich bis in die Verkaufsräume von Peek&Cloppenburg fortsetzte. Das große Bekleidungshaus musste am Montag ganztägig geschlossen bleiben, der Schaden wird von der Polizei auf einen Millionenbetrag geschätzt. Alle Täter sind geständig. Zwei der Randalierer sind zwar noch minderjährig, mit 17 Jahren aber bereits strafmündig. „Strafrechtlich wird das vielleicht nicht so schlimm“, sagte eine Polizeisprecherin, „aber in Bezug auf den Schaden werden die wohl ihres Lebens nicht mehr froh.“

Etliche Kunden standen am Montag vor verschlossenen Türen. Mit Infozetteln bat die Peek-Geschäftsführung um Verständnis für die „ungeplanten Reparaturen“. Wie groß die Einbußen bei Peek sind, wollte Sprecherin Katja Hünnekens nicht sagen: „Wir kommunizieren unsere Tagesumsätze nicht.“ Die Beschädigung an der ausgestellten Kleidung selbst hält sich offenbar in Grenzen. „Das Wasser ist glücklicherweise im Bereich der zentralen Rolltreppen eingedrungen, dort hängt relativ wenig Kleidung“, sagt Hünnekens. Wegen der durchnässten Rolltreppen sei ein Öffnen des Geschäfts aber unzumutbar gewesen. Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt, Technikertrupps überprüften die Elektrik, um Folgeschäden auszuschließen. Am Montagabend kam die erlösende Nachricht: Am Dienstag kann das Modegeschäft wieder öffnen.

Aufgefallen war der Schaden nach Polizeiangaben einem aufmerksamen Mitarbeiter von Peek&Cloppenburg, der sich in der Nacht zu Sonntag auf dem Heimweg von einer Betriebsfeier befand. Er hörte Wassergeräusche, dachte aber zunächst an tauenden Schnee. Sonntagfrüh ging er nachschauen und alarmierte um 10 Uhr die Feuerwehr. Die rückte mit der Polizei an. Im Obergeschoss muss sich den Einsatzkräften ein Bild der Verwüstung geboten haben. In den verlassenen Büroetagen waren Rigipswände und Spiegel eingetreten, Keramikwaschbecken und -toilettenschüsseln von den Wänden gerissen und demoliert.

Die beiden 17-Jährigen sowie ein 18- und ein 19-Jähriger hatten sich über das Nottreppenhaus den Weg ins Obergeschoss gesucht und dort eine Glastür eingeschlagen. Der Wachdienst hatte sie bei seinen Runden nicht bemerkt. Sonntagnachmittag gegen 16.30 Uhr kamen mehrere Jugendliche aber offenbar noch einmal wieder, darunter auch die beiden 17-Jährigen. Die alarmierte Polizei griff sie auf und nahm sie mit. In Verhören waren erst die beiden Jüngeren, später auch die Älteren geständig. Alle waren der Polizei zuvor nicht bekannt. Auf sie warten Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs.

Quelle: HAZ


In der Stadt Hannover gilt wieder Salzverbot

Seit Samstag, 9.Januar, darf Salz nicht mehr auf Straßen und Gehwegen zum Einsatz kommen. Damit hat die Stadt das vorübergehend ausgesetzte Salzverbot wieder in Kraft gesetzt. "Der verantwortungsbewusste Einsatz von Salz hat die Situation vielerorts so entschärft, dass wir auf eine Fortsetzung des Salzeinsatzes verzichten können", begründet Hans Mönninghoff, Erster Stadtrat und Umweltdezernent der Landeshauptstadt Hannover, den Beschluss. "Wichtig ist jetzt, dass bei dem zu erwartenden Neuschnee vor dem Abstreuen mit Splitt und Sand sorgfältig geräumt wird, um Glätte und Eisbildung von vornherein zu verhindern." Damit gilt wieder der Ratsbeschluss zum salzarmen Winterdienst in Hannover. Das bedeutet Sand und Splitt auf Gehwegen wie auch auf öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen. Die Ausnahme sind Rampen und Treppen: hier ist ein wohldosierter Einsatz von Streusalz sinnvoll und auch zugelassen. Sollte es in den nächsten Tagen zu Eisregen oder einer ähnlich gefährlichen Wetterlage kommen, wird die Stadt unverzüglich reagieren und den Einsatz von Salz zur Behebung von Gefahrenstellen wieder freigeben.


(archiviert am 17.02.2010)

Vergessenes Handy überführt 19-jährigen Einbrecher

Weil er sein Handy am Tatort liegengelassen hat, ist ein 19-Jähriger als Einbrecher überführt worden. Er war in der Nacht zu Freitag in eine Praxis an der Albertstraße in Linden-Nord eingestiegen und hatte dort eine Geldkassette gestohlen.

Ein Zeuge hatte gegen 1:20 Uhr die Polizei alamiert, nachdem er den jungen Mann bemerkt hatte. Wie sich herausstellte, war der 19-Jährige mit der Beute in Richtung Leine geflüchtet, hatte dort die Geldkassette aufgebrochen und wenig später sein Handy vermisst. Von einer Telefonzelle aus rief er auf seinem Handy an und stellte fest, dass er es in der Praxis vergessen hatte. Daraufhin ging er zum Tatort zurück und stellte sich der Polizei.

Der junge Mann ist bereits wegen Eigentums- und Gewaltdelikten in Erscheinung getreten. Gegen den 19-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Einbruchdiebstahls eingeleitet.

Fünf weitere Anklagen gegen Bach

Der für Oktober angesetzte Prozess gegen die Internistin Mechthild Bach wird das hannoversche Landgericht weitaus stärker beschäftigen als erwartet. Zwölf Monate nach der Absetzung des ersten Verfahrens hat die Staatsanwaltschaft eine zusätzliche Anklage wegen Totschlags in fünf weiteren Fällen gegen die Krebsspezialistin erhoben.

Damit steigt die Zahl der angeklagten Fälle auf 13. Bachs Verteidiger werfen der Staatsanwaltschaft mit der Anklageerhebung acht Wochen vor Prozessbeginn ein „unfaires“ und „taktisch motiviertes“ Verhalten vor.

Als erster Ärztin in Deutschland wird Bach die Tötung von Patienten vorgeworfen: Sie soll in den Jahren 2001 bis 2003 Patienten der Langenhagener Paracelsus-Klinik mit hohen Dosen Morphium und Valium getötet haben. Der erste Prozess vor dem Landgericht platzte im August vergangenen Jahres nach 23 Verhandlungstagen, weil ein Richter der Schwurgerichtskammer langfristig erkrankt war. Das Verfahren muss nun neu aufgerollt werden. Diesmal hat das Gericht einen Ergänzungsrichter sowie zwei Ergänzungsschöffen bestimmt, die bei einem Ausfall einspringen.

Die fünf weiteren Fälle sollen ähnlich gelagert sein wie die aus der ersten Anklage. Bei ihnen geht es um fünf Patienten im Alter von 53 bis 83 Jahren, die an Krebs oder anderen schweren Krankheiten litten und nach wenigen Tagen oder Wochen in der Klinik verstarben. Nach HAZ-Informationen stützt sich die Anklagebehörde wie beim letzten Mal weitgehend auf ihren Gutachter Professor Michael Zenz, der feststellt, dass der Einsatz von Morphium in keinem Fall medizinisch geboten war und der Eintritt des Todes durch inadäquate Therapie verursacht oder beschleunigt wurde.

Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, die Anklagen miteinander zu verbinden. Die Verteidiger Matthias Waldraff und Albrecht-Paul Wegener äußerten am Dienstag massive Kritik am Vorgehen der Anklagebehörde. Der Gutachter, der vor sechs Jahren beauftragt worden sei, habe seine Ergebnisse zu den fünf neuen Fällen bereits im Oktober 2008 und im Frühjahr 2009 vorgelegt. „Dass die Staatsanwaltschaft erst jetzt, unmittelbar vor Beginn des neuen Prozesses diese Anklage erhebt, ist unbegreiflich“, sagte Waldraff. Es bleibe nun kaum Zeit, um die neue, 107 Seiten lange Anklageschrift zu hinterfragen und Gegengutachten zu erstellen. Im vergangenen Jahr hatte der Gutachter der Verteidigung die Angeklagte vom Vorwurf des vorsätzlichen Totschlags entlastet. Staatsanwältin Kathrin Söfker argumentiert dagegen, dass die Prozessbeteiligten von den weiteren Ermittlungsverfahren gewusst hätten: „Das kommt nicht überraschend.“ Ob die insgesamt 78 Ermittlungsverfahren damit abgeschlossen sind, konnte Söfker allerdings am Dienstag nicht sagen.

Benecke streicht jeden vierten Job

Eines der traditionsreichsten hannoverschen Unternehmen, die ContiTech-Tochter Benecke-Kaliko, steht vor tiefen Einschnitten. Der Vinnhorster Autozulieferer, der auf die 1718 gegründete „Königlich privilegierte Wachstuchmacherey“ zurückgeht, plant nach HAZ-Informationen den Abbau von rund 230 Stellen – teils durch betriebsbedingte Kündigungen.

Damit verlöre das Werk mehr als jeden vierten seiner zuletzt 885 Arbeitsplätze. Unternehmen und Arbeitnehmerseite verhandeln bereits über die Details, am kommenden Montag tritt die Einigungsstelle zusammen.

Eine ContiTech-Sprecherin bestätigte Abbaupläne, ohne Details zu nennen. Man sei in konstruktiven Gesprächen, die „zeitnah“ abgeschlossen werden sollten. Der Hersteller von Folien für Instrumententafeln, Sitze und Türen verweist auf die deutlichen Auftragseinbrüche seit Jahresbeginn. Zwar entspanne sich die Lage langsam wieder, doch werde sich das Minus auf Jahressicht auf 25 Prozent summieren, so die Sprecherin. Die Abwrackprämie hat Benecke kaum geholfen, da der Weltmarktführer besonders stark bei Premium-Autobauern im Geschäft ist. Die jedoch hatten von der Prämie nicht profitiert.

Dennoch zieht das Geschäft langsam wieder an, die seit Februar geltende Kurzarbeit ist auf vier Tage im Monat begrenzt. Der Betriebsrat plädiert deshalb für einen Aufschub. „Wir wollen, dass über den konjunkturbedingten Teil des Abbaus erst im kommenden Frühjahr entschieden wird“, sagte Betriebsratschef Erich Kadach. Derzeit rechnen beide Seiten damit, dass rund 80 Stellen über Maßnahmen wie Altersteilzeit oder freiwillige Aufhebungsverträge abgebaut werden können. Für weitere 150 Beschäftigte wird über betriebsbedingte Kündigungen und eine Transfergesellschaft verhandelt, die sie für ein Jahr aufnimmt und weiterqualifiziert.

Gut 50 Betroffene kommen aus dem Angestelltenbereich. Sie arbeiteten ursprünglich im Bereich Möbelfolien, den Benecke jedoch vor mehr als einem Jahr verkaufte. Seinerzeit schrumpfte die Belegschaft in Vinnhorst bereits um gut 150 Mitarbeiter, die Angestellten sollten jedoch eine neue Aufgabe als Betreuer einiger Autokonzerne bekommen. In der Krise habe man sich jedoch entschieden, diesen Bereich einzusparen, hieß es. Die Chemiegewerkschaft IG BCE zeigt sich besorgt, dass der Standort innerhalb von zwei Jahren fast 40 Prozent seiner einst 1000 Mitarbeiter verlieren soll. „Ich befürchte einen weitergehenden schleichenden Personalabbau“, sagte die stellvertretende Bezirksleiterin Vera Ackermann.

(archiviert am 04.09.2009)

Conti: Tausende Mitarbeiter fordern Erhalt ihrer Jobs

Von der Schließung der Lkw-Reifenproduktion wären 780 Mitarbeiter in Hannover betroffen.

Tausende Beschäftigte des Continental-Konzerns und anderer Unternehmen haben am Donnerstag in Hannover gegen die geplante Schließung des Lkw-Reifenwerks in Stöcken protestiert. Der Konzern solle lieber "Kurzarbeit nutzen, bevor es zu Kündigungen kommt", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft IG BCE. Er forderte den Conti-Vorstand auf, darüber zu verhandeln, wie die Lkw-Reifenproduktion in Hannover gehalten werden könne. Das Werk müsse "nicht nur erhalten, sondern weiterentwickelt werden". Diese Forderungen werde die IG BCE auch am Freitag auf der Sitzung des Conti-Aufsichtsrates vortragen: "Wir erwarten, dass der Aufsichtsrat die Entscheidung des Vorstandes zu den Werksschließungen sehr kritisch hinterfragt."

Auch Mitarbeiter von Volkswagen und Schaeffler beteiligten sich an der Demonstration der Conti-Beschäftigten.

(NDR 26.03.2009)

(archiviert am 07.04.2008)

Gottfried Wilhelm Leibniz kommt als Denkmal in die Innenstadt
- von Polizeidirektion Hannover -
Hannover, 30.10.08 - Gottfried Wilhelm Leibniz kehrt nach Hannover zurück: Dem großen Universalgelehrten wird in der Landeshauptstadt ein vom hannoverschen Künstler Stefan Schwerdtfeger gestaltetes Denkmal gesetzt.

Am 27. November wird es in der Innenstadt auf dem Gehweg zwischen Georgsplatz, Georgstraße und der Straße An der Börse feierlich enthüllt. Die Initiatoren, die Journalisten Friedrich Oehler und Hartmuth Schulz, gaben dieses Vorhaben gemeinsam mit Oberbürgermeister Stephan Weil und dem Künstler heute (29. Oktober) bekannt und präsentierten dabei ein 32 Zentimeter hohes Modell des Denkmals. Das rund 110.000 Euro teure Original ist eine Schenkung, für die zehn Mäzene gewonnen wurden.

"Hannover besinnt sich seit einigen Jahren verstärkt seines großen Universalgelehrten. Nach den Umbenennungen der Universität und der Landesbibliothek wird das neue Denkmal als weiterer wichtiger Baustein die Bedeutung Hannovers als Leibniz-Stadt dokumentieren. Ich danke den Initiatoren sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dieses Projekt ermöglicht haben", sagte Oberbürgermeister Stephan Weil bei der Präsentation.

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 bis 1716) entwickelte das binäre System, nach dem die heutigen Computer rechnen, und erfand die erste dezimale Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten. Daneben bewies er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Jurist, Naturwissenschaftler, Politiker, Philosoph, Historiker, Theologe und Diplomat. In Hannover arbeitete er unter anderem als Hofrat und Hofbibliothekar. Das rund drei Meter hohe Denkmal erinnert nicht nur an die Person, sondern weist auch auf Leibniz’ Schaffen hin. So wird die Bronzeskulptur, die auf einem Granitsockel steht, um zwei Informationsblöcke ergänzt, die das binäre Zahlensystem abbilden, und Leibniz zitieren: "Unitas in multitudine" (Einheit in der Vielfalt).

"Leibniz hat in den letzten Jahren Öffentlichkeit bekommen in der Stadt. Das Denkmal wird diesen Prozess noch verstärken, weil es künftig möglich ist, ihm auch zu begegnen. Die Skulptur wird nicht nur an das Genie erinnern, sondern auch allgemeinverständlich über Leibniz informieren", betonte Friedrich Oehler.

Die zehn Sponsoren, die Oehler und Schulz für dieses Projekt gewinnen konnten und die auch auf dem Denkmal erwähnt werden, sind: das Haus Hannover (Prinz Ernst August von Hannover), Fritz-Behrens-Stiftung, Deutsche Bank Hannover, Sparda-Bank Hannover Stiftung, BHF-Bank Hannover, Volkswagen Nutzfahrzeuge, CeBIT Hannover, Verlagsgesellschaft Madsack, Lavesstiftung der Architektenkammer Niedersachsen und der Presse Club Hannover. Die Arbeiten für die Aufstellung des Denkmals beginnen am 10. November, das Fundament dafür wurde bereits geschaffen.
(Quelle. HAZ)

(archiviert am 16.11.2008)

Stadt & Aspria einigen sich: Energiekonzept für Maschsee-Strandbad

Der Erteilung der Gesamtbaugenehmigung für die rund 20 Millionen Euro teure Sanierung sowie der Umwandlung des Maschsee-Strandbades in eine große Freizeit- und Wellness-Anlage stehen nichts mehr im Wege: Die Landeshauptstadt und der zukünftige Betreiber Aspria haben sich auf ein Energiekonzept für den Gebäudekomplex unter anderem mit einem Block-Heiz-Kraftwerk (BHKW) und Wärmedämmung geeinigt.

Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff: "Ich freue mich, dass an dieser herausragenden Stelle in der Landeshauptstadt ein auch unter Umweltschutzgesichtspunkten vorbildlicher Bau entsteht." Der Geschäftsführer der Wellness-Anlage, Christof Herbster: "Wir und unser Generalbauunternehmer Pelikan werden an diesem Standort die unter Umweltgesichtspunkten modernste Anlage innerhalb der Aspria Gruppe errichten."

Neben dem BHKW wird die Wärmedämmung bei diesem Gebäudekomplex von ganz besonderer Bedeutung sein. Das BHKW wird Strom in das hannoversche Netz einspeisen und die dabei anfallende Abwärme wird für das Gebäude und das darin befindliche Schwimmbad genutzt. Auch die sonstige Haus- und Lüftungstechnik wird auf hohem ökologischem Standard zukunftssicher ausgeführt.

Hannover, 6.3.08


Volkswagen Nutzfahrzeuge und Leibniz Universität Hannover beginnen Kooperation


Hannover, 11. März 2008: Mit sofortiger Wirkung beginnen Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Leibniz Universität Hannover eine unbefristete Kooperation. Hochschulmitarbeiter werden künftig im Rahmen von Einzelprojekten eng mit verschiedenen Abteilungen der Marke VWN zusammenarbeiten. Das finanzielle Volumen der Kooperation liegt bei rund 700.000 Euro jährlich. In der Startphase wurden bereits Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt knapp 800.000 Euro vereinbart.


(archiviert am 25.03.2008)

Opernball 2008

Freitag und Sonnabend, 22. und 23. Februar 2008
Im Opernhaus, Opernplatz 1, 30159 Hannover

Die ägyptische Sammlung des Konditorei- und Kaffeehausbesitzers Achille Groppi

Am 24. Januar 2008 wird die Ausstellung "Köstlichkeiten aus Kairo" im Kestner Museum Hannover eröffnet.
Die Ausstellung umfasst 160 Objekte des Konidtorei- und Kaffeehausbesitzers Achille Groppi und läuft bis zum 4. Mai 2008.

Informationen zur Veranstaltung
Datum:  24. Januar bis 4. Mai 2008

Donnerstag bis Sonntag
11 Uhr bis 18 Uhr

Mittwoch
11 Uhr bis 20 Uhr

Im Kestner Museum, Trammplatz 3, 30159 Hannover


(archiviert am 16.01.2008)

„Fachtagung Runder Tisch Hannover“

Der Runde Tisch für betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Region Hannover ist ein Netzwerk von ca. 30 im betrieblichem Arbeits- und Gesundheitsschutz tätigen Institutionen.

Geschäftsstelle des Runden Tisches Hannover im Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover, Frau Renée Bergmann, Gewerbeaufsichtsamt Hannover, Tel. 0511/9096-107. Die Fachtagung findet am 08.10.2007 statt, das Thema wird lauten: „Belegschaft im Wandel – Klein- und mittelständische Unternehmen stellen sich der demographischen Herausforderung“

(archiviert am 15.08.2007)

Innenstadt-Strategie

Mit rund 20 Einzelprojekten will die Stadt den mit der Weltausstellung verbundenen Modernisierungsschub für die City mittelfristig nutzen und verlängern. Im Mittelpunkt steht dabei Hannovers größte City-Baustelle am Ernst-August-Platz – der Bau des 230-Millionen-Vorhabens Ernst-August-Galerie/ECE, deren Eröffnung mit 30.000 Quadratmetern Ladenfläche im Herbst 2008 geplant ist und die die Verkaufsfläche der gesamten Innenstadt (250.000 Quadratmeter) um zwölf Prozent erhöhen wird. Das Engagement der Stadt zielt darauf ab, die mit der ECE-Eröffnung zu erwartenden Gewichtsverlagerungen in der Innenstadt verträglich zu halten und aufzufangen.

„Wir können feststellen, dass der nördliche Teil der City einen deutlichen Sprung nach vorn macht. Wir wollen nun erreichen, dass der andere Teil der Innenstadt mitspringt“, erklärte dazu Oberbürgermeister Stephan Weil.

Nach dem Wiederaufbau in den 50er Jahren und dem Stadtbahnbau der 70er Jahre steuert der Masterplan von 1994 die dritte Phase der Cityentwicklung. Er setzt auf Stärkung der Attraktivität, Vitalität und Leistungsfähigkeit des Zentrums. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf Handlungs- und Entwicklungsschwerpunkte und sind insbesondere mit der Aufwertung des öffentlichen Stadtraums Impulsgeber für private Investoren.

Vorrang haben für Oberbürgermeister und Stadtbaurätin dabei die Bereiche der City-Mitte.

Center am Kröpcke

Wichtigstes Vorhaben bleibt der Umbau des Kröpcke-Center, für den eine bestandskräftige Baugenehmigung vorliegt. Stadtbaurätin Uta Boockhoff-Gries: „Ein solcher Umbau beinhaltet einen wichtigen Beitrag zur Stadtreparatur und bedeutet die Chance zur grundlegenden Neugestaltung der Stadtmitte.“

Mit dem Verkauf an Fortress bleibt die für die City wichtigste Umbaumaßnahme weiterhin ungewiss. Die Stadt geht auf den neuen Eigentümer zu, damit die städtebaulich vorbereiteten Umpulse für die Stadtmitte kurzfristig umgesetzt werden.

Wirtschaftsforum „Südliche Innen-/Altstadt“

Durch Initiative der Stadt ist ein Wirtschaftsforum „Südliche Innenstadt/Altstadt“ eingerichtet worden, um gemeinsam mit Geschäftsleuten und Eigentümern jeweils vor Ort ein markantes Profil des Standortes herauszuarbeiten und zu gemeinsamen Vermarktungsstrategien zu kommen.

Opernplatz

Die Initiative “Rund um die Oper“ hat für das so genannte Operndreieck ein Konzept für eine veränderte Verkehrsführung mit Öffnung der Rathenaustraße im Bereich des Knotenpunktes Baringstraße/Georgstraße, Rückbau der Windmühlenstraße im Bereich des Opernplatzes sowie gestalterischer Aufwertung des dadurch entstehenden vergrößerten Platzes und seiner Ränder vorgelegt. Die Verwaltung trägt dieses Konzept in ihren wesentlichen Teilen mit.

Darüber hinaus wurde die Georgstraße „aufgeräumt“. Die privaten Vitrinen entlang der Georgstraße sollen entfernt werden. Das gleiche gilt für die dortigen Werbeanlagen auf dem Hintergrund einer qualitätsorientierten Selbstbeschränkung der Ladenbetreiber und Gastronomen.

Gemeinsames Ziel mit den Anliegern ist es, wesentliche Umbauten am Platz bis Spätsommer 2008 fertig zu stellen. Deshalb ist es erforderlich, das Projekt Opernplatz in drei Baustufen zu realisieren: Um die beste Gestaltungsidee für die zweite Baustufe, den grün geprägten Rathenauplatz zu finden, wird zurzeit über die bereits vorliegenden Vorschläge der Landschaftsarchitekten und der Verwaltung hinaus ein kooperativer Planungsworkshop mit sechs Planungsteams vorbereitet. Er soll am zweiten Wochenende im März durchgeführt werden.

Für die ersten Baustufen sind im Entwurf des städtischen Haushalts 2007 und in der Mifrifi bisher rund 1,4 Millionen Euro vorgesehen.

Business-Improvement Districts (BID)

Zur Finanzierung einer substanziellen Umgestaltung der Georgstraße und ihres Profils prüft die Operninitiative gemeinsam mit der Stadt zurzeit die Möglichkeit, einen privaten Business Improvement District (BID) zu bilden. Das bedeutet, dass Gemeinden auf der Basis von gesetzlichen Neuerungen ab 1.1. 2007 Gebiete festlegen können, in denen z.B. zur Stärkung oder Entwicklung von Bereichen der Innenstädte und Stadtteilzentren private Initiativen zum Tragen kommen können. Dafür ist es erforderlich, dass die Länder den rechtlichen Rahmen schaffen.

Das Land plant auf diesem Hintergrund, zur Belebung der Innenstädte im Jahr 2007 Modellprojekte zur Förderung von innerstädtischen Einzelhandelsstandorten finanziell zu unterstützen. Die Stadt wird sich gemeinsam mit den Anliegern um eine solche Förderung bemühen.

Platz der Weltausstellung, Osterstraße, Karmarschstraße

Die Stadt begrüßt die Ideen der Anliegerinitiative zur Aufwertung des Platzes der Weltausstellung und der angrenzenden Straßenzüge als wichtigen Beitrag zur Modernisierung der südlichen Innenstadträume und hat die konkreten Planungen aufgenommen. Dabei werden die Hauptziele der Anlieger berücksichtigt: Der Umbau des Platzes der Weltausstellung soll ebenfalls bis Spätsommer 2008 realisiert werden. Die erforderliche Finanzierung der Projekte, insgesamt rund 2,7 Millionen Euro, wird zurzeit geprüft.

Marktplatz

Die städtebauliche Aufwertung des Marktplatzes erfolgte im Rahmen des Programms zur Expo 2000. Die Altstadt-Initiative entwickelt derzeit in Absprache mit der Stadt ein Nutzungs- und Veranstaltungsprogramm, um die vorhandenen Potenziale entsprechend zu nutzen.

Überdachung Große Packhofstraße

Anlieger wollen die in den 90er Jahren entwickelten Pläne zur Überdachung der Großen Packhofstraße in Gebäudehöhe wieder beleben. Die Stadt unterstützt diese Aktivitäten. Das Vorhaben ist ähnlich der Georgstraße geeignet als BID-Maßnahme (siehe oben).

Kurt-Schumacher-Straße

Der Abschnitt Ernst-August-Platz bis Einmündung Herschelstraße wird auf der ECE-Seite im Rahmen des Städtebaulichen Vertrages „Ernst-August-Galerie“ zeitgleich entsprechend fertig gestellt. Weitere Bereiche der Kurt-Schumacher-Straße sollen durch Investoren im Zusammenhang mit Bauprojekten aufgewertet werden.

Raschplatz

Die Detailplanungen für die erforderliche Ausschreibung der Gestaltungs- und Umbaumaßnahmen der Raschplatzfläche sowie des HRG - Gebäudes (Raschplatz 5) werden voraussichtlich im Februar den politischen Gremien vorgestellt. Erste Abbruch- bzw. Sanierungsarbeiten am Raschplatz werden voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen können.

Die HRG wird sich mit rund 1,5 Millionen Euro am Umbau der Raschplatzfläche beteiligen. Der städtische Anteil an den Sanierungskosten beträgt voraussichtlich rund 2,35 Millionen Euro.

Altstadt

Mit der Aufwertung des öffentlichen Raumes in der Altstadt werden die Aufenthaltsqualität erhöht, der alte Stadtgrundriss erlebbar und die einzelnen Altstadtquartiere besser untereinander vernetzt. Daher sind die Übergänge und Verknüpfungen der Altstadt und der angrenzenden Stadträume weiter zu entwickeln.

Als Ergebnis des Workshops „Vision Altstadt“ von Altstadt-Akteuren und Bund Deutscher Architekten sind planerische und strategische Beiträge zur besseren Wahrnehmung und stärkeren Profilierung der Altstadt entwickelt worden. Für die Altstadt gibt es folgende Planungsaufgaben:

Lesen Sie außerdem die neusten gerichtlichen Entscheidungen aus der Region hier:

Oberlandesgericht Celle
Landgericht Hannover
Amtsgericht Hannover
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